Natalie Avanzino vom Netzwerk Secondo am 19. Oktober 2003 in den Nationalrat

 

 

Aus dem früheren Auswanderungsland Schweiz ist ein Einwanderungsland geworden. Heute leben und arbeiten 1,6 Millionen Ausländerinnen und Ausländer hier. Bald 800'000 gehören zur zweiten und dritten Generation.

Demokratie ist für mich die gerechteste Form des Zusammenlebens. Doch sie kann nur mit dem Engagement jedes einzelnen funktionieren. Deshalb ist es wichtig, dass jeder - der seinen Teil zur Schweiz beiträgt - die gleichen Rechte und Pflichten hat.

Mit der Kandidatur der Liste Second@s-plus übernehmen wir Secondas und Secondos Verantwortung. Wir zeigen unseren Willen, die Schweiz von heute und morgen mitzugestalten.

Genauso wie unsere eingewanderten Eltern sind wir ein Teil der Schweiz und möchten deshalb alle gesellschaftsrelevanten Themen mit der Stimme der Migration begleiten.

Für eine fortschrittliche Politik, die vor der Realität nicht die Augen verschliesst:

Second@s-plus. Liste 15. (Kanton Zürich)
Eine starke Stimme den Secondas und Secondos.

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Warum Ihr mich am in den Nationalrat wählen solltet:

    Weil mir gleiche Chancen in Schule und Ausbildung ein wichtiges Anliegen sind – für alle, unabhängig von sozialer oder kultureller Herkunft. Jedes Kind muss mit den bestmöglichen Perspektiven für seine Zukunft aufwachsen können. Gute Bildung ist entscheidend: Ein starkes Bildungssystem heisst, gute (öffentliche) Schulen und genügend Lehrstellen. Denn wer bei der Bildung spart, dem fehlt sie ganz bestimt.

    Weil ich für eine starke Familienpolitik bin. Alleinerziehende und Familien brauchen Unterstützung durch neue Strukturen. Kinder dürfen kein Armutsrisiko sein. Ein anderes System für Kinderzulagen und bessere Angebote für familienergänzende Kinderbetreuung sind wichtige Anpassungen an die heutige Lebenssituation vieler Eltern.

    Weil ich mich für mehr Demokratie einsetze. Um dies zu realisieren, muss die Schweiz umdenken. 1,6 Millionen Menschen, also rund 20 Prozent der Menschen in der Schweiz haben keine politischen Rechte. Einbürgerungspolitik soll vermehrt als Integrations-Instrument verstanden werden. Denn nur wer über politische Rechte verfügt, fühlt sich mitverantwortlich für sein Land.

    Weil es für mich klar ist, dass Menschen – unabhängig von ihrer Lebensform – eine volle rechtliche und politische Gleichstellung zusteht. Ich setze mich für eine offene, tolerante Schweiz ein, die niemanden wegen seiner Herkunft, seiner Rasse oder seiner Lebensform diskriminiert.

Das Wahlprogramm (PDF)
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